Inspiriert von Axel Metayer von kfz.net, der auf der SEO Campixx einen sehr interessanten Vortrag zum Thema Adsense Optimierung gehalten hat und mit dem ich anschließend noch über das Thema diskutieren konnte, habe ich mich zuhause ans Werk gemacht und die Anzeigen meiner wichtigsten Adsense-Webseiten in den letzten Wochen überprüft und verbessert. Ich möchte meine Erfahrungen in einem kurzen Bericht zusammenfassen:
1. Nie zufrieden sein
Der wesentliche Aspekt, den ich von Axel mitgenommen habe war die Aussage: “Seid nie zufrieden”. Recht hat er!
Zufriedenheit ist der Hemmschuh für die weitere finanzielle Entwicklung. In der Regel erstellt man eine Webseite mit (hoffentlich gutem) Content, arbeitet am SEO und generiert Besucher. Irgendwann macht man sich Gedanken über die Monetarisierung und fügt Adsense hinzu. Schnell rollt der Rubel. Zufriedenheit stellt sich ein. Weitere Optimierungsarbeiten, um noch mehr Geld zu generieren bleiben oftmals aus, da man sich bereits einem nächsten Projekt widmet. Dies ist laut Axel, und ich kann das mittlerweile bestätigen, ein großer Fehler. Webseiten, die 10-20 € mit Adsense am Tag abwerfen, lassen sich durch schlichtes Ausprobieren von neuen Anzeigenformaten oder Farben durchaus auf 20-30 € oder mehr Tageseinnahmen bringen. Geduld und Akribie sind dabei ausschlaggebend. Nicht Zufriedenheit.
Ich selber hab meine Einnahmen durch die Optimierungsmaßnahmen auf manchen Seiten verdoppeln können und bin nun in ganz anderen Regionen unterwegs. Meinen herzlichen Dank nochmals als Axel für die Inspiration.
2. A/B Testing
Um schnell und effektiv herauszufinden, welche Anzeigenformate oder Farben am Besten konvertieren empfiehlt sich ein simples A/B Testing. Durch den Einbau mehrerer Anzeigen an einer Stelle der Webseite und die Nutzung von Channels lässt sich sehr einfach herausfinden, welche Anzeige eine bessere Klickrate erwirtschaftet. Diese Anzeige arbeitet man dann weiter aus und testet ähnliche Anzeigen mit leichten Nuancen. Da auch Google daran interessiert ist, dass Eure Anzeigen gut performen, bietet Google ein Script zum A/B Testing an:
<script type=”text/javascript”>
var random_number = Math.random();
if (random_number < .5){
//Anzeigencode des ersten Anzeigenblocks einfügen
} else {
//Anzeigencode des zweiten Anzeigenblocks einfügen
}
</script>
<script type=”text/javascript”
src=”http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js”>
</script>
Das Script wechselt den Adsense-Code bei jedem Aufruf, so dass man nach einer Zeit beide Anzeigen vergleichen und die bessere herausfiltern kann.
3. Tracking, Tracking, Tracking und nochmals Tracking
Grundlage für eine Optimierung der Google Anzeigen ist ein effektives Tracking der eingebauten Werbeanzeigen. Nur wer genau weiß welche Anzeige an welchem Ort wie viel Einnahmen generiert, kann auch effektiv an einer Verbesserung der Ergebnisse arbeiten. Es ist daher eine Pflicht, jede Anzeige über Channels einzeln zu tracken. Idealerweise wird dabei jede einzelne Unterseite betrachtet.
4. Verbindung von Adsense mit Analytics
Um das Tracking der Anzeigen noch weiter zu verbessern, empfiehlt es sich, das Adsense Konto mit dem Analytics Konto zu verbinden. Analytics zeigt Euch unter dem Menuepunkt „Content – Adsense“ die Ergebnisse der Adsenseanzeigen an. Ihr könnt dabei jede einzelne URL analysieren und Euch sogar anschauen welche Traffic-Qualität Eure Referrer schicken, denn für jeden Referrer-Seite wird angezeigt, wie viel Einnahmen der Traffic generiert hat. Seitdem ich die Verbindung zwischen Adsense und Analytics nutze, sehe ich vieles klarer und bin in der Lage, gezielt Partnerschaften von gut konvertierenden Partnern auszubauen.
5. Anzeigengestaltung an sich
Ganz entscheidend für den Erfolg einer Anzeige ist die Positionierung und das Erscheinungsbild der Anzeigen. Nach meinen Erfahrungen ist es am Besten, die Anzeige im direkt sichtbaren Bereich der Webseite einzubauen. Wichtig ist, dass der User nicht scrollen muss, um die Anzeige zu sehen. Ebenso ist es elementar wichtig, im sichtbaren Bereich keine anderen ablenkenden Elemente einzubauen. Bilder, Videos, blinkende Elemente … lenken ab und verschlechtern die Klickrate. Besser ist es, spärlichen Text im Bereich der Anzeigen einzubauen. Weniger ist manchmal mehr. Die Klickrate wird es Euch danken. Wer dazu detaillierten Rat braucht, darf sich gerne bei mir melden.
Die besten Anzeigen sind meines Erachtens Large Rectangles. Farblich sollten die Anzeigen an das Layout der Seite angepasst werden. Je besser sie integriert sind, d.h. je eher sie nach Content bzw. weiteren Verweisen aussehen, umso besser die Klickrate.
6. Relevanz der Anzeigen steuern
Wichtig ist es auch, die Relevanz der Anzeigen so optimal wie möglich zu gestalten. Je besser der Anzeigentext zum Content passt, umso besser konvertiert der User. Es ist also entscheidend, um die Anzeige einen möglichst relevanten Text zu posten bzw. Google zu zeigen, wo der relevante Code auf der Seite steht. Google stellt hierzu extra eine Funktion bereit. Baut folgendes kleine Codeschnipsel in Eure Seite ein:
<!– google_ad_section_start –>
Dieser Text soll für die Adsense-Anzeigen relevant sein
<!– google_ad_section_end –>
Google bewertet dann besonders der den Text zwischen dem Code. Ihr könnt also Menues bzw. Footer … ausblenden. Dadurch passen die Anzeigen oftmals besser zum Content.
7. Nutzung von Linkblöcken & der Google für Suchergebnisse
Axel hat in seinem Vortrag speziell auch die effektive Nutzung der Linkblöcke sowie Google für Suchergebnisse vorgeschlagen. Mit beiden Varianten hatte ich bisher keinen großen Erfolg. Wer hier erfolgreich tätig ist, möge sich bei mir melden. Mich interessiert das Thema sehr und ich würde gerne erfolgreiche Einbindungen sehen.
Fazit
Für mich hat sich die Campixx alleine schon durch die Inspiration von Axel gelohnt. Ich brauchte genau das, nämlich einen Tritt in den Ar…, um mich wieder fleißiger an die Optimierung meiner Anzeigen zu setzen. Der Erfolg gibt mir Axel Recht. Stetige Optimierung führt zu deutlichen Einnahmeverbesserungen.
Daher nochmals: Danke Axel!




Hallo Jürgen,
VIELEN Dank für diesen interessanten Beitrag. Da ich selbst auch einige Seiten haben, die sich über AdSence finanzieren, habe ich das natürlich mit großem Interesse gelesen.
Gruß
Siegmar
Den Tipp mit den Linkblöcken kann ich nur bestätigen. Die lassen sich auf relativ kleiner Fläche einbauen und konvertieren auf unseren Seiten besser als “normale” Adsense-Werbung an gleicher Stelle.
Hallo Jürgen,
ein großes Dankeschön für den guten Artikel. Nachdem ich viele Beiträge zu diesem Thema gelesen haben – muss ich sagen, dass deiner informativ und qualitativ ein Überflieger war! +1 als kleines Merci.
Viele Grüße Christian
Pingback: Adsense Optimierung = Einnahmemaximierung | Preise Vergleichen mit Bestpreisscout.com
Ist auch meine Erfahrung, mit Adsense kann man sich ein schönes Zubrot verdienen. Man muß aber wissen wie man seine Homepage am besten monetarisiert. Bei mir bringt das Format 300×250 am meisten Klicks. Danke für den informativen Bericht.